direkte Demokratie - guat für di und mi
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Verkehrskonzept Feldkirch

Der untenstehende Vorschlag für eine Verkehrslösung mit Bahn und Straße im Großraum  Feldkirch erhielt kürzlich einen Sonderpreis für eine besondere Klimaschutzidee im Bereich der Mobilität.

Er ist eine Alternative zum geplanten, vierarmigen Straßentunnel. Der Vorschlag kommt von engagierten Bürgern, die beim  geplanten, vierarmigen Straßentunnel keinerlei Verbesserungen mit Hinblick auf den Klimaschutz sehen.

 

Wir halten diese ehrenamtliche Arbeit für ein gutes Beispiel, wie Bürgerbeteiligung zu einer Projektentwicklung beitragen kann, die u. a. auch den notwendigen Klimaschutz im Auge hat.

Von offizieller Seite werden immer wieder Bekenntnisse zum Klimaschutz abgelegt, bei der konkreten Umsetzung ist von solchen Bekenntnissen - wie dieses Beispiel zeigt - aber nicht viel zu spüren.

 

Der Vorschlag aus der Bürgerschaft wird aber nicht als endgültig angesehen. Auf Basis dieses Vorschlages und der Amtsvariante soll ein echter Bürgerbeteiligungsprozess in Gang kommen, bei dem noch viele gute Ideen und Vorschläge einfließen werden. Nach einer Phase des Austausches, der Information und Diskussion, sollen die Bürger darüber abstimmen, welche Variante sie für die geeignete Lösung der Verkehrs-Problematik halten. Denn die Bürger müssen mit der gefundenen Lösung leben und sie müssen letzten Endes das favorisierte Projekt auch finanzieren.

 

Diese Initiative ist ein gutes Beispiel dafür, wie direkte Demokratie auf kommunaler Ebene als Optimierungs-Instrument wirkt und damit breite Akzeptanz findet.

 

Verkehrskonzept Feldkirch
Kombinierte Tunnel-Lösung für Bahn und Straße besticht in vieler Hinsicht

Die Situation:

Feldkirch ist zentraler Lebens-, Arbeits-, Ausbildungs- und Einkaufsraum für die Region. Dies bedeutet:Täglich 7.000 PendlerInnen über Feldkirch nach Liechtenstein, ca 40.000 PendlerInnen pendeln täglich im Siedlungsgebiet Walgau / oberes Rheintal, ca. 6.000 SchülerInnen pendeln täglich in/nach Feldkirch. Besonders das Landeskrankenhaus, aber auch viele weitere Institutionen befinden sich in Feldkirch und führen zu einem hohen Verkehrsaufkommen. Der LKW-Verkehr über Feldkirch zur Grenze Schaanwald hat ein unerträgliches Maß erreicht.

Dies erfordert ein komplettes Neudenken der Verkehrslösung

 

Lösungsvorschlag:

Dieser Vorschlag fügt sich ein in die erklärte Absicht zum Ausbau eines überregionalen, schienengebundenen Verkehrssystems mit der Projektbezeichnung FL.A.CH

-         Kurze Straßenverbindung im Tunnel von der Felsenau bis Schulzentrum
(Schulbrüderareal) und Weiterführung der Straße im Tunnel nach Tosters.

-         Kurze Schienenverbindung für die zukünftige Regionalbahn von der ÖBB-Trasse in der Felsenau im Paralleltunnel zum Schulzentrum, weiter zum LKH, mit Einbindung in die ÖBB-Trasse in Tisis zwecks Erweiterung der Regionalbahn in den Walgau

-         Kurze Schienenverbindung zwischen den Haltestellen Amberg und Altenstadt zwecks Erweiterung der Regionalbahn Richtung Rheintal.

-         Dieses Konzept setzt voraus, dass der Güterverkehr einerseits vermehrt auf die Schiene, andererseits auf eine kurze Autobahnverbindung (A-CH) im mittleren Rheintal verlagert wird.

-         Als begleitende Maßnahme ist ein Mobilitätskonzept für Pendler in Schulen und Betrieben umzusetzen

Der Gesamt-Projektvorschlag hat ein bedeutend höheres Kosten-Nutzen-Verhältnis im
Vergleich zur favorisierten Tunnelspinne, denn:

-         Ein attraktives Angebot für Pendler und Reisende auf der Schiene bewirkt eine massive Entlastung der heute stark befahrenen Straßen. Mit der Regionalbahn, System FL.A.CH, werden einerseits das obere Rheintal mit den Fraktionen Altenstadt, Gisingen, Tosters, dem LKH und Tisis mit Liechtenstein direkt verbunden und andererseits werden die Gemeinden des Walgau mit dem Schulzentrum, dem LKH, mit Liechtenstein auf kurzem Wege direkt verbunden.

-         Durch die Parallelführung der beiden Tunnel von der Felsenau bis nach Tosters bzw. zum LKH können Kosten durch Synergien gespart werden. So kann der eine Tunnel für den jeweils anderen als Rettungstunnel verwendet werden. Das Ausbruchmaterial beim Tunnelbau kann für die Schüttung des Bahnkörpers für das zweite Gleis FL.A.CH verwendet werden.

-         Die aufgezeigten Maßnahmen sind vor allem kosteneffizient, enkeltauglich und nachhaltig.

Der schienengebundene Verkehr, elektrisch betrieben, ist aus Sicht des Energieverbrauchs, des Umweltschutzes, der Lärmbelastung und Schadstoffemissionen allen anderen System weit überlegen und ist daher langfristig betrachtet, der Königsweg.